The page of Miłosz, Czesław, German biography

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Miłosz, Czesław
(1911–2004)
1980

Biography

Czeslaw Milosz wurde 1911 in Litauen geboren. Er studierte Jura und gründete 1931 gemeinsam mit anderen Schriftstellern die Literaturzeitschrift "Feuersbrünste". Die Gruppe vertrat einen lyrischen Katastrophismus. 1933 erschien sein erster Lyrikband und 1934 erhielt Milosz ein Jahresstipendium für Paris. Nach seiner Rückkehr arbeitete er am Wilnaer Studio des polnischen Rundfunks und später in der Zentrale des polnischen Rundfunks in Warschau. Während des Krieges blieb er in Polen und beteiligte sich an konspirativen Aktionen. Zusammen mit Jerzy Andrzejewski redigierte er die erste unabhängige Zeitschrift im besetzten Warschau.
Nach dem Krieg arbeitete Milosz von 1945 bis 51 als polnischer Kulturattaché in New York, Washington und Paris. Gleichzeitig publizierte er in Polen zahlreiche Gedichte, Zeitungsartikel und Übersetzungen. 1951 Bruch mit der Volksrepublik Polen; er wanderte nach Frankreich aus. 1953 erschien sein Buch "Verführtes Denken". Hatte er sich nach dem Krieg noch den Kommunisten verbunden gefühlt, wurde er mit diesem Essayband zu einem ihrer schärfsten Kritiker. 1955 erschien der Roman "Das Tal der Issa", 1959 der Essayband "West- und Östliches Gelände".
1960 ging Milosz als Dozent für slawische Literatur an die Berkeley University, Kalifornien. 1980 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Erst nach der Preisverleihung durften seine Werke wieder offiziell in Polen erscheinen. Seit 1989 verbringt Milosz nun die eine Hälfte des Jahres wieder in Krakau, die andere weiterhin in Berkeley.

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